Autor: Cornelia Funke
Verlag: Dressler
Format: Hardcover
Seiten: 238
Erschienen am: August 2011
ISBN: 978-3791504797
Genre: Kinder- und Jugendbuch
Jons Mutter hat einen neuen Lebensgefährten, der von Jons Geschwistern und dem Hund sofort akzeptiert wird – nur nicht von dem elfjährigen Jungen, der bisher der Mann im Hause war. Es kommt zu einigen Scherereien und schließlich wird Jon in das Internat von Salisbury geschickt, was er als Strafe empfindet. Regen, fremde Gesichter und ein Zimmer, dass er sich mit zwei anderen Jungen teilen soll, fördern sein Gefühl, abgeschoben zu sein. Doch eines nachts erscheinen drei Geister und bedrohen ihn. Mit einem Mal ist die Bestrafung Nebensache und Jon muss um sein Leben fürchten. Gemeinsam mit Ella, die von ihrer Oma einiges über Geister gelernt hat, macht er sich auf den Weg, um den Geist von William Longspee zu erwecken und sich so gegen den Geisterritter zu wehren.
Ich bin durch ein Videoblog auf dieses Buch aufmerksam geworden, in dem es als supergut und superschön vorgestellt wurde. Die vielen, farbigen Bilder in dem Buch geben die düstere Stimmung sehr treffend wieder und sind detailliert gemalt worden. Diesen Punkt kann ich nur bestätigen: Die Bilder sind ein echter Hingucker!
Der Stil der Autorin ist recht einfach gehalten (was zum Alter der Zielgruppe m. E. nach passt), so dass sich die Geschichte problemlos in einem Zug durch lesen lässt (ich brauchte einen Abend für das Buch). Manchmal dachte ich aber, dass die Hauptcharaktere für 11 Jahre zu reif sind und zu logisch gedacht haben. Sie kamen hin und wieder auf Rückschlüsse, auf die sie meiner Meinung nach nur mit Hilfe von Erwachsenen hätten ziehen können. Zudem hatte ich immer das Gefühl, dass da noch etwas fehlte: Nicht nur bei den Charakteren, sondern bei sämtlichen Situationsbeschreibungen hätte ein kleines Bisschen mehr Tiefe dem Buch sicherlich nicht geschadet. Da hilft es leider auch nicht, dass viele der Charaktere historisch belegt sind
Letztendlich kann man dieses Buch mit der bekannten Tintenherz-Trilogie von Cornelia Funke nicht vergleichen – ich vermute, dass die Zielgruppen dieser beiden Bücher schlichtweg unterschiedliche Alter haben und es so zu diesen starken Unterschieden zwischen ihnen kam. Ich finde es echt schade, dass die Geschichte um William Longspee so farblos ist, denn sie hat in meinen Augen echt Potential!

In Friesland, in der Nähe der Nordsee, bin ich zuhause und verbringe meine Freizeit neben der Beschäftigung mit meinen beiden Hunden, dem Geocaching und der Fotografie vor allem mit dem Lesen von Fantasy-, historischen oder anderen spannenden Romanen. Es ermöglicht mir, den grauen Alltag hinter mir zu lassen, ferne Welten zu bereisen, unbekannte Wesen zu entdecken und mit Helden zu lachen, zu weinen und ihre Abenteuer zu bestehen. Dabei lege ich besonders viel Wert auf einen harmonischen, flüssigen Schreibstil des Autors (bei Hörbüchern zusätzlich noch eine gute, lebendige Leseart des Sprechers) sowie eine logische Darstellung der Handlung bzw. der Umwelt des Helden. Nur so kann ich das Lesen wirklich genießen!