Cindys Steckbrief

Rasse: Deutscher Schäferhund; Stockhaar cindy006
Farbe: normal (schwarz-falb mit weißem Latz)
Geboren: ca. 2000
Herkunft: Tierheim
Größe: 54cm Schulterhöhe
Sport: Obedience, Tricks, Denkspielchen, Fährten u.v.m. (alles zur Beschäftigung und Auslastung)

Lieblings…
…spiel: Alles was mit Bällen zu tun hat – jagen, suchen, tragen
…fressen: Pansen mit Ei
…platz: Hundebett am Fußende von Frauchens und Herrchens Bett; Box
…leckerlie: selbstgebackene Gemüsetaler und getrocknete Hähnchenherzen

Cindys Geschichte:
Im Jahre 2005 entschieden mein Lebensgefährte und ich uns dazu, unseren ersten Hund zu holen. Aufgrund der damaligen Situation (er Vollzeit am Arbeiten, ich am Studieren und Teilzeitarbeit) war uns rasch klar, dass wir einen erwachsenen Hund brauchten, der alleine bleiben konnte und gut mit Kindern klarkam. Diesen Wunschhund fanden wir in Cindy, die uns im Tierheim nicht durch Cindy im Tierheim lautstarkes Bellen sondern durch Zuspucken eines Balls auf sich aufmerksam machte. Wir wussten, dass sie bis dato kaum etwas kennen gelernt hatte, aber wir verstanden uns auf Anhieb, so dass sie im Juli ’05 bei uns einzog.

Das erste Jahr war von gegenseitigem Kennenlernen und Cindys Sozialisierung geprägt. Anfangs versuchten wir dies mit Hilfe des Clickers alleine, aber als sie dann jegliche Signale von uns ignorierte und sogar cindy_ramses Leinenagressionen zeigte, suchten wir professionelle Hilfe auf. In der Hundeschule wurden wir dann auf ihre Schonhaltung hingewiesen und wir erfuhren durch unseren Tierarzt, dass Cindy eine hochgradige Hüftgelenksdysplasie (HD) hat. Für mich brach in dem Moment eine Welt zusammen, denn ich wollte mit ihr Agility machen, was aber nun nicht mehr möglich war. Hinzu kamen dann noch Allergien – insbesondere gegen Gluten, was uns unerfahrene Hundebesitzer erst einmal vor ein riesiges Hindernis stellte. Eine Rückgabe Cindys ans Tierheim kam für uns in keiner (noch so schweren Situation) in Frage. Stattdessen suchten wir Behandlungsmöglichkeiten für ihre Krankheit und Allergien. Dabei stießen wir auf die Rohfütterung (BARFen genannt), die eher geistig als körperlich fordernden Spiele und Tricks sowie auf die Sportart Obedience. Letzteres üben wir allerdings in Eigenregie und nicht in einem Verein aus, da wir persönlich eher Wert auf einen Hund, der im Alltag gut mitläuft und gut zu händeln ist (z. B. gut sozialisiert gegenüber anderen Hunden und der Umwelt, abrufbar, sehr gut verträglich mit Kindern, kein Betteln am Tisch), anstatt auf Pokale und Turniererfolge legen.

imgp3645 Anfang 2010 zogen wir mit Cindy aus unserer Mietswohnung in eigenes Haus, was Cindy sehr zu Gute kam. Sie hat nun ihren eigenen Garten und muss kaum noch Treppen steigen. Durch die neue Umgebung wurde sie etwas ruhiger und deutlich gelassener als früher. Aus der einstig leinenaggressiven Hündin, die nichts kannte, wurde eine recht selbstsichere Hundedame, die mit ihren 10 Jahren noch wie ein Junghund spielt. Doch damit nicht genug: Sie suchte sich für uns eine kleine Hundedame namens Düse aus, die als Welpe bei uns noch im Jahre 2010 einzog. Cindy akzeptierte sie, wies sie gezielt in die Schranken und bekam als Dankeschön kräftige Unterstützung, was ihre Selbstsicherheit gegenüber anderen Hunden stärkte. Bereits ein Jahr später erschütterte nicht nur eine Tumor-OP, sondern auch die unerwartete Heftigkeit der stark fortgeschrittenen HD, ED und Spondylose bei unserer “Oma” unser Leben. Cindy allerdings lässt sich davon nicht beeindrucken und besteht wie eh und je auf ihre täglichen Runden im Park oder ihre Beschäftigung mit dem Clicker am Abend. Sie steht weiterhin mit allen 4 Pfoten voll im Leben, was sie mehr als deutlich genießt!

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