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Über Friesenwölfin
In Friesland, in der Nähe der Nordsee, bin ich zuhause und verbringe meine Freizeit neben der Beschäftigung mit meinen beiden Hunden, dem Geocaching und der Fotografie vor allem mit dem Lesen von Fantasy-, historischen oder anderen spannenden Romanen. Es ermöglicht mir, den grauen Alltag hinter mir zu lassen, ferne Welten zu bereisen, unbekannte Wesen zu entdecken und mit Helden zu lachen, zu weinen und ihre Abenteuer zu bestehen. Dabei lege ich besonders viel Wert auf einen harmonischen, flüssigen Schreibstil des Autors (bei Hörbüchern zusätzlich noch eine gute, lebendige Leseart des Sprechers) sowie eine logische Darstellung der Handlung bzw. der Umwelt des Helden. Nur so kann ich das Lesen wirklich genießen!Zur Zeit lese ich
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[Gelesen] “The Green Mile – Coffeys Vermächtnis” von Stephen King
Autor: Stephen King
Verlag: Bastei Lübbe
Format: Taschenbuch
Seiten: 124
Erschienen: 1996
ISBN: 9783404139552
Genre: Thriller
Der letzte Band von Stephen Kings „The Green Mile“ – mit etwas Wehmut nehme ich ihn in die Hand und beginne ihn zu lesen. Paul Edgecombe, der Aufseher im Todestrakt des Gefängnisses Cold Mountain, ist mit seinen Mitarbeitern und dem Gefangenen John Coffey wieder zurück. Beginnt für John Coffey jetzt die letzte Meile in seinem Leben? Wird mit ihm eine einzigartige Gabe von dieser Welt verschwinden?
Dieser Band ist stiltechnisch wie seine Vorgänger gehalten – wir beginnen bei Paul im Pflegeheim und enden auch dort wieder. Dazwischen kehren wir in seine Erinnerungen an seine Dienstzeit im Gefängnis von Cold Mountain zurück. Wir begleiten ihn durch die Tage, in denen er John Coffey betreut, der für Paul etwas Besonderes ist. Mehr möchte ich an dieser Stelle zum Inhalt nicht verraten.
Dieses Buch ist für mich ein gelungener Abschluss der Reihe. Es gibt nur wenige Bücher, die mich so tief berühren, wie dieses es tat. Während ich die letzten Seiten las, hatte ich Tränen in den Augen. Auch wenn die einzelnen Bände sehr kurz waren (was aber durchaus passt und nicht hätte länger sein müssen!), war ich den Charakteren sehr nahe gekommen. Ich konnte mit ihnen mitfühlen, leiden und freuen. Alles in Allem ein sehr passender Abschluss für dieses nicht alltägliche Thema. Insgesamt gesehen würde ich es jedoch nicht als Thriller einordnen, was an dem Alter der Geschichte liegen kann. Dennoch hat mich das Thema (nicht nur dank des Films) interessiert und die Art und Weise, wie Stephen King sie geschrieben hat, berührt. Es ist keine Buchreihe, die mit Nägelkau-Spannung oder purer Action aufwartet, sondern die Schilderungen aus dem Alltag einer Zeit beschreibt, die u.a. von Rassenhass und der Todesstrafe geprägt wurde. Alles in allem eine (sofern man dieses Thema so bezeichnen kann) schöne Geschichte, die zum Nachdenken anregt.
[Gelesen] “The Green Mile – Reise durch die Nacht” von Stephen King
Autor: Stephen King
Verlag: Bastei-Lübbe
Format: Taschenbuch
Seiten: 95
Erschienen: 1996
ISBN: 3404139542
Genre: Thriller
„The Green Mile“ von Stephen King ist als Film weltberühmt. Da mir der Kinostreifen supergut gefällt und ich ihn mir immer wieder ansehen kann, wollte ich irgendwann auch mal das Buch dazu lesen. Dabei habe ich festgestellt, dass „The Green Mile“ ursprünglich gar nicht als Buch, sondern als ein Fortsetzungsroman mit 6 Teilen erschienen ist, die im deutschen Raum im Abstand von jeweils 4 Wochen veröffentlicht wurden. In den meisten Fällen ist diese Reihe nur noch als ein Sammelband zu erhalten, doch ich hatte das Glück, die Einzelbände in die Finger zu bekommen, worüber ich mich sehr freue!
Der Inhalt des sehr dünnen Buchs ist schnell erzählt, wenn man nicht zu viel davon verraten möchte: Paul Edgecombe, der Aufseher im Todesblock des Staatsgefängnisses „Cold Mountain“ denkt über den Fall von John Coffey (wie das Getränk nur anders geschrieben) nach. Besonders die seltsame Fähigkeit des riesigen, farbigen Mannes mit dem Gemüt eines Kindes beschäftigt Paul, der schließlich auf die Idee kommt, für John einen nächtlichen Ausflug zu organisieren…
Der Stil ist sehr einfach und so manches mal musste ich beim Lesen etwas schmunzeln, da Stephen King die Zeit um 1932 sowohl in den Formulierungen als auch in den bildlichen Beschreibungen verdammt gut trifft – und es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen damals und heute. Alleine, als es um das Starten eines Autos mit dem Anlasser oder mit Kurbel ging, musste ich breit grinsen. Wie einfach ist das doch heute!
Im Gegensatz zum bekannten Film beginnen wir zu Anfang des Buchs im Altersheim, wo Paul Edgecombe seine Erinnerungen aufschreibt (war in den vorangegangenen Büchern auch so – der Autor bleibt seinem Stil da treu!). Er nimmt uns mit auf die Reise in seine Vergangenheit und durchlebt sie gemeinsam mit uns. Diese Art gefällt mir sehr gut, denn es gibt noch eine Verbindung zwischen den Ereignissen von 1932 in dem Gefängnis und der Zeit, die der Aufseher im Altersheim verbringt. Welche, damit lässt uns der Autor bislang im Unklaren und ich hoffe, dass sie im letzten Teil aufgedeckt wird. Für mich ist dieses Büchlein eine kurze Lektüre, die sehr leicht zu lesen ist, aber den Appetit auf mehr macht. Spannend und zum Fürchten ist sie nicht; nur das nicht alltägliche Thema lässt mich leicht erschaudern, denn der Tod gehört nun mal nicht zu meinem Alltag und die Todesstrafe ist absolut nicht mein Ding. Hinzu kommt, dass der Film sehr dicht am Buch ist und man sich so alles noch umso besser vorstellen kann. Kurz: Wer Stephen King mag und den Film „The Green Mile“ liebt, der ist auf alle Fälle mit dieser kleinen Reihe bestens bedient!
[Gelesen] “Totentanz” von James Herbert
Autor: James Herbert
Verlag: Weltbild
Format: Hardcover mit Schutzumschlag
Seiten: 447
ISBN: 9783828975313
Genre: Horror / Fantasy
Inhalt
David Ash arbeitet für das Institut für Parapsychologie und beschäftigt sich somit mit der Erforschung des Übernatürlichen. Ihn verschlägt es in das kleine, beschauliche Dorf Sleath. Schon die Hinfahrt hält für ihn und den Leser eine kleine Erscheinung bereit: David fährt über eine Brücke und sieht einen Jungen. Da der Forscher sehr flott unterwegs ist, kann er dem Kind nicht ausweichen und bringt den Wagen nur schwer zum Stehen. Als er sich umdreht, ist das Kind verschwunden. Auch die Suche nach dem möglicherweise verletzten Jungen bringt nichts – das Kind ist und bleibt verschwunden. Doch dies ist nicht das einzige, seltsame Phänomen, mit dem David zu tun bekommt: Als er wenig später an einer Schule vorbei geht, um den ortsansässigen Reverent zu treffen, hört er Kinder singen:
„Tanzt, tanzt, wo immer ihr seid,
Ich bin der Herr des Tanzes, sprach er,
Und ich führe euch alle,
Wo immer ihr seid,
und ich führe euch alle,
Im Tanz, sprach er.“
(Quelle: “Totentanz” von James Herbert)
Doch später stellt sich heraus, dass die Schule seit Jahren schon geschlossen ist. Weitere mysteriöse Ereignisse legen sich wie ein düsterer Schatten über das Dorf und die immer erdrückender werdende Angst ist zum Greifen nah. Was geht hier bloß vor? Und was hat die Familie des Geistlichen mit den Ereignissen zu tun?
Mein Eindruck
Der Schreibstil ist zwar sehr detailliert, aber nicht so, dass man als Leser gelangweilt wird. An den wichtigen Stellen beschreibt er die Umgebung sehr ausführlich, um die heimelige, ruhige Stimmung im Dorf einzufangen (z.B. die sommerliche Umgebung mit Schmetterlingen, die durch die warme Luft gleiten). Dort, wo es hektischer zugeht, beschränkt er sich auf das Notwendigste, damit man sich als Leser die Szene zwar bildlich vorstellen kann, aber nicht vor lauter Beschreibungen die Spannung verliert. Dadurch wird der krasse Umschwung vom dörflichen Alltag zu den Situationen mit übernatürlichen Erscheinungen meines Erachtens sehr gut eingefangen und zusätzlich verdeutlicht.
Inhaltsmäßig zieht sich die die Handlung wie ein roter Faden durch das Buch. Sie teilt sich zwar zum Ende des Buchs immer mehr in einzelne Fäden auf (wie ein aufgezwirbelter Wollfaden
), aber das ist auch wichtig, um das Ausmaß des gesamten Geschehens darzustellen und als Leser erfassen zu können. Was mir hier nicht so gut gefiel, ist, dass im letzten Drittel auf einmal eine Person auftaucht, die recht farblos bleibt und die Aufklärung des Geschehens bestimmt. Das hätte meiner Meinung nach anders gelöst werden können.
FAZIT
Ein schöner Horror-Roman, den man aufgrund seines Formats auch sehr gut in der Badewanne lesen kann.